© Christoph Stahr

Jugendausfahrt über Pfingsten nach Löbejün

Camping übers Pfingstwochenende mit Klettern im Natursteinbruch Löbejün bei Halle

23.05.2026

Über Pfingsten am Fels zu sein, hat in unserem Verein eine lange Tradition – und natürlich wurde diese auch 2026 fortgeführt.

Das Ziel in diesem Jahr war das Klettergebiet Löbejün in Sachsen-Anhalt. Mit seinem Natursteinbruch, der idyllischen Campingwiese und dem direkt angrenzenden Badesee bot es ideale Voraussetzungen für ein gelungenes Wochenende. Insgesamt 19 Jugendliche verbrachten dort drei abwechslungsreiche Tage bei bestem Wetter.

Neben zahlreichen Klettermetern prägten vor allem die tolle Gruppendynamik, viele gemeinsame Erlebnisse und die Freude am Draußensein das Wochenende. Ob beim Klettern, Entspannen am See oder beim gemütlichen Beisammensein auf dem Campingplatz – es entstanden viele schöne Momente, die allen in Erinnerung bleiben werden.

Ein besonderer Bestandteil der Ausfahrt war, dass die teilnehmenden Jugendlichen die Erlebnisse jedes Tages selbst dokumentierten. Der folgende Bericht entstand direkt vor Ort und gibt hauptsächlich die Eindrücke des Wochenendes aus Perspektive der Jugendlichen wieder, wobei wir Trainer lediglich für uns wichtige Einzelheiten ergänzt haben.

Hallo liebe Leute,

wir sind eine Gruppe vom DAV Weimar und verbringen dieses Pfingstwochenende gemeinsam in Löbejün.

Unser Ausflug begann damit, dass sich die meisten von uns trafen, um gemeinsam mit dem Auto anzureisen. Einer aus unserer Gruppe meinte jedoch, heute besonders umweltbewusst unterwegs sein zu müssen, und legte die Strecke kurzerhand mit dem Fahrrad zurück - schließlich waren es ja nur entspannte 160 Kilometer am Morgen.

Während die Autofahrenden ihre Pause auf einer Raststätte nicht nur zum Essen, sondern auch zum Bouldern an den dortigen Fahrradständern nutzten, musste unser Radreisender aufgrund der intensiven Sonne immer wieder anhalten um seinen Flüssigkeitsvorrat aufzufüllen.

An der Zeltwiese angekommen bestand unsere erste Mission darin die Zelte aufzubauen. Was einigen leicht von der Hand ging, stellte andere zunächst vor größere Herausforderungen. Dank gegenseitiger Unterstützung und guter Teamarbeit stand unser kleines Lager jedoch schon nach kurzer Zeit und der Campingplatz war bereit für ein gemeinsames Wochenende voller Klettern, Gemeinsam-Zeit und guter Stimmung.

Voller Kletterausrüstung bepackt ging es daraufhin mittags Richtung Steinbruch. Dort angekommen fingen wir an die einige Routen einzuhängen und dann ging es los diese im Toprope zu klettern. Währenddessen brutzelten wir in der Sonne und vertrieben uns die Zeit mit Gesellschaftsspielen auf der großen Wiese im Steinbruch. 

Als wir abends alle komplett fertig waren, machten wir uns wieder auf den Weg zur Zeltwiese. Dort genossen wir reichlich leckere Pizzen. Nach einem erlebnisreichen Tag ließen wir ihn mit einer Heuschlacht, einer Dusche und dem Verfassen dieses Textes ausklingen. Somit konnten wir alle in einen gemütlichen Schlafsack steigen. 

Von Samstag auf Sonntag hatten sich einige Spinnen in ein Zelte verirrt, die am Sonntagmorgen zunächst entfernt werden mussten.

Die Nacht war für einige von uns etwas kürzer als geplant, denn schon früh am Morgen wurde es in den Zelten ordentlich warm. Nach dem Frühstück starteten wir mit einer kurzen Ausbildungseinheit und experimentierten mit den Gefahren von Seilreibung. Anschließend zog es uns wieder an den Fels, wo wir uns ein schattiges Plätzchen zum lagern suchten.

Trotz der hohen Temperaturen wurde fleißig geklettert. Zwischendurch blieb aber auch genügend Zeit für andere Aktivitäten. Besonders beliebt waren Volleyball und Werwolf.

Zur Mittagspause gab es erfrischende Melone, bevor wir uns auf den Weg zum See machten. Dort wollten wir uns eigentlich nur abkühlen und entspannen. Einige Angler waren von unserer Anwesenheit aber nicht besonders begeistert und versuchten uns die Stimmung zu vermiesen, doch davon ließen wir uns den Spaß nicht nehmen. Während ein Teil der Gruppe den Nachmittag am Wasser verbrachte, blieben andere lieber auf der Zeltwiese.

Am späten Nachmittag zog es einige von uns noch einmal zum Fels, um sich beim Abseilen aus 40 Metern Höhe auszuprobieren. Besonders eine Athletin bewies dabei eine große Portion Mut: Nach einem Kletterunfall mit schwerem Sturz vor nicht einmal einem Jahr schaffte sie es nun trotz mentaler Barrikaden sich dieser Herausforderung zu stellen. Nach dem angespannten Schritt über die Felskante ging es sogar mit einem Lächeln im Gesicht in die Tiefe. Jede*r hatte großen Spaß sich selbst abzuseilen und die Technik zu erlernen. 

Ein paar Jugendliche ließen den späten Ausflug zum Fels aus und blieben stattdessen auf der Zeltwiese, um Frisbee und Volleyball zu spielen.

Als alle wieder zusammen waren wurde weitergespielt, gelacht und erzählt. Zum Abendessen gab es reichlich Nudeln mit den unterschiedlichsten Soßen, sodass für jeden Geschmack etwas dabei war. Den Abend ließen wir gemütlich am Lagerfeuer ausklingen. Dort wurde gemeinsam gegessen und selbstgemachtes Popcorn vernascht, das überraschend schnell verschwand. Anschließend krochen wir müde, aber zufrieden in unsere Schlafsäcke, während einige Teilnehmende die Nacht unter freiem Himmel verbrachten um die Sterne zu beobachten.

Am letzten Morgen wurden wir erneut von sommerlichen Temperaturen begrüßt. Nach dem Aufstehen stärkten wir uns zunächst mit einem ausgiebigen Frühstück. Besonders beliebt waren die frischen Eier, die Michael für die Gruppe von seinen Hühnern daheim frisch mitgebracht hatte.

Danach hieß es Zelte abbauen, Ausrüstung verstauen und das Lager zusammenpacken. Bevor wir jedoch endgültig die Heimreise antraten, ging es noch einmal an den Fels. Dank eines Sonnensegels konnten wir den heißen Temperaturen zumindest etwas entkommen. So wurden noch zahlreiche Routen geklettert und die letzten Kraftreserven mobilisiert. 

Zum Abschluss fuhren wir noch einmal an den See. Diesmal konnten wir ganz entspannt schwimmen, planschen und toben. Zur Stärkung gab es noch einmal Melone, bevor schließlich die Heimreise nach Weimar anstand.

 

Rückblickend war es ein rundum gelungenes Wochenende mit viel Klettern, Sonne, Spiel und Gemeinschaft. Nebenbei führten wir eine kleine Freundschaft mit den Schafen auf dem Campingplatz, die sich regelmäßig über unsere Melonenreste freuten.

Wir freuen uns auf weitere Ausafhrten im Verein und auch nächstes Jahr wieder auf die Pfingstausfahrt. 

Wenn auch Du jetzt Interesse bekommen hast bei solchen Veranstaltungen das nächste Mal dabei sein zu wollen, melde dich doch gerne via Mail bei den engagierten Vereinstrainern unter jdav@alpenverein-weimar.de und checke regelmäßig unsere Webseite nach anstehenden Ausfahrten aus.